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Bürger*innenräte Friedenau

Wir, die Gruppe „NUR-MUT!“, möchten etwas tun gegen Resignation und Politikverdrossenheit, wollen uns Bürger stark machen. Deswegen möchten wir, dass das andernorts bereits bewährte Bürgerbeteiligungsmodell „Bürger*innenräte“ auch in Berlin umgesetzt wird. Der Grundsatz dieses Modells lautet „Kooperation statt Konfrontation“. Bürger beraten mit ihrer Alltagskompetenz Politik und Verwaltung. Die Politik muss - wenn sie das Modell „Bürgerräte“ anwenden möchte - dessen Regeln akzeptieren und verlässlich umsetzen. Sonst verliert sie das Vertrauen der Bürger. Begonnen haben wir mit unserem Projekt dort, wo wir zuhause sind: in Friedenau. ( mehr: wie funktioniert ein Bürgerrat ? )
Vor zwei Jahren - im Frühjahr 2018 – haben wir angefangen, der Friedenauer Öffentlichkeit unsere Idee vorzustellen: in Informationsveranstaltungen, in Gesprächen mit den Kirchengemeinden und mit dem Nachbarschaftshaus Schöneberg in Friedenau. Überall sind wir auf großes Interesse gestoßen, haben viele Unterstützungsangebote bekommen – z.B. mit Räumen. Und wir haben uns Rat und Hilfe geholt: bei Daniel Oppold, einem Wissenschaftler des IASS in Potsdam, der sich speziell mit dem Modell „Bürgerräte“ beschäftigt. ( https://www.iass-potsdam.de/de/menschen/daniel-oppold )
Als Nächstes haben wir bei der Politik für unser Vorhaben geworben, haben uns zunächst an die beiden größten Parteien in der Bezirksversammlung - SPD und Grüne - gewandt, unsere Idee dann auch der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler vorgestellt. Großes Interesse auch dort: viele Nachfragen und die Anregung, eine “Projektgruppe Bürger*innenräte Friedenau“ zu gründen. Deren Mitglieder: die Bezirksbürgermeisterin, Angelika Schöttler, Vertreter von SPD, Grünen, Verwaltung, unser politischer Berater vom IASS in Potsdam, Daniel Oppold, und die Gruppe „NUR-MUT!“. Im November 2018 traf sich die Gruppe zum ersten Mal. Dann immer wieder.
Parallel zum Kontakt mit den Politikern organisierten wir eine öffentliche Informationsveranstaltung, zu der 60 Bürger*innen, aber auch die Bezirksbürgermeisterin und andere Politiker kamen. Durch Flyer, Artikel in der Schöneberger Stadtteilzeitung, der Kiez-Edition, der Berliner Woche etc. sollten möglichst viele und unterschiedliche Friedenauer über das Projekt informiert werden. Außerdem gründeten wir den „Freundes- und Unterstützerkreis Bürger*innenräte Friedenau“. ( mehr: „Wie kann ich mitmachen?“)
Nach gründlichen Informationsgesprächen war die Bezirksbürgermeisterin von dem Vorhaben so überzeugt, dass sie Ende 2018 beim Senat Fördergelder für dieses Modell der Bürgerbeteiligung beantragte - als Teil eines Pilotprojektes. Im April 2019 bekam sie die Zusage. So wird es in den 7 Teilbezirken von Tempelhof-Schöneberg noch in diesem Jahr je einen Bürger*innenrat geben. Den Anfang macht im August Friedenau .